GESUND DURCH DEN URLAUB

Die wichtigsten Regeln zur Vermeidung der häufigsten Urlaubserkrankungen.
Mit den Verhaltensregeln der Weltgesundheitsorganisation


Vorbereitung zum Urlaub. Meine Reiseapotheke.

Zur Urlaubsvorbereitung gehört natürlich die Reiseapotheke. Medikamente lassen sich am Urlaubsort meist nur schwer beschaffen. Medikamente, die Sie täglich brauchen, gehören auf jeden Fall ins Handgepäck. Die Reiseapotheke zählt wie der Autoverbandskasten zu den persönlichen Vorsorgemaßnahmen. Neben den Medikamenten, die Sie regelmäßig einnehmen oder anwenden, sollten Sie, abhängig von Reisedauer und -ziel, an folgende Hilfsmittel oder Medikamente denken:

Was gehört in die Reiseapotheke ?

ChecklisteFieberthermometer.
ChecklisteSchmerz- und Fiebermittel.
ChecklisteVerbandpäckchen, Mullbinden, Pflaster
ChecklisteMullbinden, elastische Binden.
ChecklisteMedikamente gegen Durchfall und Verstopfung
ChecklisteDesinfektionsmittel.
ChecklisteInsektenabwehrmittel.
ChecklisteMittel bei Sonnenbrand (Sonnencreme) und Allergien
ChecklisteSalbe bei Prellungen, Verstauchungen.
ChecklisteMittel gegen Ohrenschmerzen.
ChecklisteMittel gegen Pilzerkrankungen.
ChecklisteMittel gegen Augenentzündungen.
ChecklisteTabletten gegen Reisekrankheit.
ChecklisteMittel gegen Husten, Schnupfen und Erkältungskrankheiten.
ChecklisteSterile Einmalspritzen und Kanülen.
ChecklisteWundpuder, Wundsalbe.
ChecklisteSchere und Pinzette.

Impfen heißt vorbeugen

Impfungen gehören besonders bei Fernreisen zu den wichtigsten Vorbereitungen. Für die meisten Reisen gilt jedoch vor allem, an diejenigen Impfungen zu denken, die auch hierzulande wichtig sind. Eine vorgesehene Reise sollte eine willkommen Gelegenheit geben, darüber nachzudenken, ob generell der persönliche Impfschutz ausreichend ist. So ist hierzulande, beispielsweise durch die Einführung der Impfung gegen die Kinderlähmung (Poliomyelitis), diese weitgehend ausgestorben. Andererseits hat dies dazu geführt, daß auch das Bewußtsein um die Gefährlichkeit dieser Erkrankung in der Öffentlichkeit verschwunden ist. Und damit auch die Einsicht in die Notwendigkeit, sich impfen zu lassen. In anderen Ländern. beispielsweise schon in der Türkei, ist Kinderlähmung noch immer akut.

Wichtig für eine Impfung ist die rechtzeitige Planung, damit zu Beginn der Reise der Schutz bereits eingetreten ist und die vorgeschriebenen Abstände zwischen den einzelnen Schutzimpfungen eingehalten werden können. Lassen Sie jede Impfung in Ihren "Internationalen Impfausweis" eintragen und führen Sie ihn immer bei sich! Sollten Sie noch keinen besitzen, können Sie ihn durch Ihr Gesundheitsamt oder Reisebüro beziehen.

Die wichtigsten Impfungen:

Schutzimpfungen und andere Maßnahmen tragen dazu bei, die Risiken einer Reise in die Tropen so gering wie möglich zu halten. Hierzu gehören vor allem

Tetanus (Wundstarrkrampf) / Diphtherie
Der Erreger des Tetanus kommt in Schmutz. Erde sowie mensch-lichen und tierischen Fäkalien vor. Voraussetzung für eine Infek-tion ist eine - wenn auch nur geringfügige - Verletzung der Haut oder Schleimhaut.
Achten Sie darauf, daß Ihr Kind ab dem 3. Lebensmonat, gemeinsam mit der Impfung gegen Diphtherie und Keuchhusten, gegen Tetanus geimpft wird. Auch im späteren Lebensalter ist eine Grundimmunisierung möglich. Auffrischung: routinemäßig alle 10 Jahre.

Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Die Kinderlähmung ist eine akute Infektionskrankheit, bei der es durch den Befall des Zentralnervensystems zu Lähmungen kommen kann.
Seit der Einführung der Schluckimpfung im Jahr 1962 ist die Erkrankungshäufigkeit drastisch zurückgegangen. Seit 1991 wurden in Deutschland nur 14 Krankheitsfälle registriert. Diese günstige Situation kann nur bestehen bleiben, wenn die Schutzimpfungen regelmäßig durchgeführt werden, um das erneute Ausbrechen dieser gefährlichen Infektionskrankheit zu verhindern. Alle Kleinkinder sollten in den ersten beiden Lebensjahren drei Impfungen zur Grundimmunisierung erhalten. Ab dem 11. Lebensjahr wird für Jugendliche (bis zum vollendeten 18. Lebensjahr) eine Wiederimpfung empfohlen. Weitere routinemäßige Auffrischimpfungen sind nicht erforderlich. Nur bei unvollständiger Grundimmunisierung sollte diese vervollständigt werden. Ebenso ist die Impfung zu empfehlen bei besonderer Gefährdung, z. B. bei Reisen in Endemiegebiete, wenn die letzte Impfung länger als zehn Jahre zurückliegt.

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Das FSME-Virus kommt hauptsächlich in Südost- und Osteuropa, den baltischen Staaten sowie in Südschweden und Österreich vor. In Deutschland sind vor allem Baden-Württemberg und Bayern betroffen. Die Krankheit wird durch den Stich einer mit dem FSME-Virus infizierten Zecke auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind alle Personen in FSME-Gebieten, die sich beruflich oder in ihrer Freizeit häufig in Wäldern aufhalten, sowie Reisende in Gebieten mit hohem FSME-Vorkommen. Zur Verhinderung der Frühsommer-Meningoenzephalitis steht seit einigen Jahren ein sehr gut verträglicher und wirksamer Impfstoff zur Verfügung. Die Schutzdauer der Impfung beträgt mindestens drei Jahre. Auffrischung: nach 3-5 Jahren.
Es gibt auch einen Impfstoff, mit dem noch innerhalb von drei Wochen vor der Abreise ein vollständiger Schutz aufgebaut werden kann, der dann bis zu einem Jahr anhält. Danach ist eine Wiederimpfung nötig.

Gelbfieber
Gelbfieber kommt in den tropischen Gebieten Afrikas und Südamerikas vor.
Zum Schutz vor dieser Erkrankung ist eine Gelbfieberimpfung bei Reisen in diese Länder, selbst bei nur kurzen Aufenthalten. angezeigt. Die Impfung ist gut verträglich. Der Impfschutz beginnt zehn Tage nach der Implung und hält zehn Jahre an. Die Impfung wird nur in dazu autorisierten Gelbfieberimpfstellen durchgeführt. Einige Länder verlangen bei der Einreise eine Gelblieberimpfbescheinigung. Informieren Sie sich deshalb rechtzeitig. Auffrischung: alle 10 jahre (Gültigkeit des Impfzertifikats)

Typhus
Die Typhuserkrankung stellt in engem Zusammenhang mit den hygienischen Verhältnissen in einem Land. In Ländern, in denen die sanitären Einrichtungen mangelhaft sind, kommt Typhus wesentlich häufiger vor als in Industriestaaten wie der Bundesrepublik Deutschland. Durch den wachsenden Tourismus gibt es allerdings auch bei uns wieder zunehmend Fälle von Typhus.
Lassen Sie sich deshalb vor Reisen in Länder, in denen keine guten hygienischen Verhältnisse gewährleistet sind, impfen. Die Schluckimpfung gegen Typhus ist sehr gut verträglich und verleiht Ihnen Schutz für etwa ein Jahr. Seit kurzem gibt es auch einen Typhus-Injektionsimpfstoff, der für etwa drei Jahre Schutz gewährt. Beide Impfungen sind gut verträglich. Auffrischung: nach ca. 3 Jahren.

Cholera
Die Cholera-Impfung, bei der mit Nebenwirkungen zu rechnen ist. wird heute offiziell von keinem Land mehr verlangt. Zu empfehlen ist die Impfung für Entwicklungshelfer und Trekking-Urlauber in Choleragebieten. Die Cholera ist in Asien und Afrika verbreitet und seit einiger Zeit auch wieder in Südamerika heimisch. Im "normalen" Tourismus müßte das Einhalten hygienischer Maßnahmen zur Vorbeugung ausreichend sein. Auffrischung: alle 6 Monate (0,5-1 ml s.c.)

Malaria
In vielen warmen Ländern besteht eine große Malariagefahr. Dagegen gibt es keine Schutzimpfung. Der Ansteckung kann aber durch medikamentöse Vorbeugung (Einnahme von Tabletten) wirksam vorgebeugt werden.
Mit der Einnahme des Mittels muß vor Ankunft im Reiseland begonnen werden und wenigstens noch vier, besser sechs Wochen nach der Abreise aus dem gefährdeten Gebiet fortgefahren werden. Da die Malaria, wie auch andere Krankheiten, durch Stechmücken übertragen wird, sind zusätzlich zur Verabreichung von Anti-Malaria-Mitteln folgende Vorsichtsmaßnahmen dringend zu empfehlen:

Checkliste Nur unter Moskitonetzen schlafen, falls Ihr Schlafraum nicht gegen Stechmücken abgesichert ist. Das gilt insbesondere für Kleinkinder und Säuglinge.
Checkliste Schützen Sie sich nach Sonnenuntergang so gut wie möglich vor Stichen mit entsprechender Kleidung (lange Hose, lange Ärmel). Insekten-Schutzmittel wirken im allgemeinen nur zwei bis drei Stunden; dann muß das Mittel neu aufgetragen werden.

Virushepatitis A
Die Hepatitis A ist eine Leberentzündung, verursacht durch ein Virus, das durch Schmierinfektion und durch den Verzehr von verunreinigten Lebensmitteln übertragen wird. In Ländern mit niedrigem hygienischen Standard ist die Häufigkeit der Virushepatitis A wesentlich größer als bei uns.
Die Grundimmunisierung besteht aus zwei Impfungen und bietet Schutz für fünf bis zehn Jahre. Die erste Impfung sollte spätestens 14 Tage vor der Abreise erfolgen und die zweite Impfung sechs bis zwölf Monate später. Auffrischung: vorraussichtlich alle 10 Jahre.

Virushepatitis B
Die Hepatitis B ist wie die Hepatitis A eine Leberentzündung. die durch ein spezielles Virus ausgelöst wird. Die Übertragung der Virushepatitis B erfolgt durch den Kontakt mit dem Blut infizierter Personen. Hepatitis-B-positive Mütter können während der Geburt ihr Kind infizieren. Auch durch engen körperlichen und vor allem intimen Kontakt ist eine Übertragung möglich.
Die gut verträgliche Impfung gegen Hepatitis B ist ratsam für alle, die für längere Zeit in Länder mit hohem Hepatitis B-Vorkommen (z. B. Afrika oder Asien) reisen oder dort im Entwicklungsdienst arbeiten. Ebenso sollte die Impfung bei allen Personen durchgeführt werden, die häufig mit Blut in Berührung kommen, wie beispielsweise medizinisches und zahnmedizinisches Personal, und bei Patienten, denen häufig Blut oder Blutbestandteile übertragen werden. Auch Personen mit engem Kontakt zu Hepatitis B-Virus-positiven Menschen, Drogenabhängige und Personen mit einem häufigen Wechsel der Sexualpartner sollten sich impfen lassen.
Darüber hinaus empfiehlt die Ständige Impfkommission die Hepatitis B-Impfung auch für alle Kinder und ungeimpften Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.

In jedem Falle sollte ein ausreichender Impfschutz gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) und Poliomyelitis (Kinderlähmung) vorhanden sein. Einige Länder verlangen den Nachweis einer Choleraimpfung. Bei der Auswahl der vorbeugenden Maßnahmen für Kleinkinder lassen Sie sich vom Kinderarzt beraten.

Die für Sie erforderlichen Impfempfehlungen ändern sich von Zeit zu Zeit und sind abhängig von den Notwendigkeiten für die Einreise in bestimmte Länder. Daher informieren Sie sich bitte rechtzeitig vor Beginn der Reise bei Ihrem Hausarzt, beim örtlichen Gesundheitsamt oder dem zuständigen Hygiene-oder Tropeninstitut. Auffrischung: je nach Antikörpertiter ca. alle 10 Jahre.

Urlaubsärger Nr. 1: Durchfallerkrankung. Vorbeugung und Behandlung

Bei Reisen in den Mittelmeerraum erkrankt daran etwa jede/r zweite. In den Tropen trifft es fast jeden. Obwohl ein einfacher Durchfall medizinisch betrachtet unproblematisch ist, stellt er eine erhebliche Beeinträchtigung des Wohlbefindens dar.
Darminfektionen und hieraus resultierende Durchfallerkrankungen gehören zu den häufigsten Krankheiten auf Reisen.
Klimatische Veränderungen, unsaubere Lebensmittel, Bakterien und Viren sind die Verursacher. Übersichten der Weftgesundheitsorganisation (WHO) zeigen, daß während eines Reisemonats in tropischen Gebieten über 50% der Touristen ein Gesundheitsproblem haben. Dabei stehen Magen-Darm-infektionen mit 70% aller Erkrankungen weit im Vordergrund.
Maßnahmen bei Durchfallerkrankungen sind in erster Linie eine gesteigerte Zufuhr mineralstoffhaltiger Getränke, damit Flüssigkeitsveriuste - besonders problematisch bei Säuglingen und Kleinkindern - schnell wieder ausgeglichen werden.

Zum Ausgleich von Flüssigkeitsverlusten und Salzen wird empfohlen:
2 Eßlöffel Traubenzucker (Glucose), ersatzweise handelsüblicher Zucker
1 Teelöffel Kochsalz
1/2 Teelöffel Natron (Natriumbicarbonat)
1 Liter abgekochtes Trinkwasser

(Ersatzweise können gebrauchsfertige Elektrolytpulver genommen werden, die in abgekochtem Wasser gelöst werden.)
Eine Vorbeugung von Durchfällen mit Antibiotika sollte nur in Ausnahmen und auf ärztlichen Rat erfolgen. Ihre Anwendung zur Behandlung von Durchfällen ist angezeigt bei hohem Fieber mit Dauer über 48 h und/oder blutigem Stuhl auf ärztliche Anweisung.
Zur medikamentösen Vorbeugung von Reisedurchfällen haben sich Hefepräparate mit dem Wirkstoff Saccharomyces bouiardli (z.B. Perenterol) bewährt. Sie können die Wahrscheinlichkeit, an Reisedurchfällen zu erkranken, deutlich reduzieren. Auch zur Behandlung des akuten Durchfalls können diese Präparate empfohlen werden. Sie bekämpfen gezielt die häufigste Ursache des Durchfalls: Durchfallerregende Bakterien. Sie binden diese an sich und befördern sie aus dem Darm. Ihre krankmachende Wirkung kann sich nicht mehr weiter entfalten. Diese natürliche Wirksubstanz kann für alle Altersgruppen und auch während der Schwangerschaft angewendet werden.
Wichtig!  Bei Säuglingen, Kleinkindern und alten Menschen auf Gewichtsabnahme durch Flüssigkeitsveriust achten. Bei blutigen oder lang andauernden Durchfällen oder anhaltendem Fieber in jedem Fall - auch am Urlaubsort - einen Arzt aufsuchen.

Magenschmerzen

Auf Reisen führen ungewohnte Speisen oder verdorbene Lebensmittel häufig zu Magenbeschwerden, die durch individuelles Fehlverhalten (üppiges Essen, übermäßigen Alkohol- und Tabakkonsum) verstärkt werden.
Eine Überbelastung des Magens äußert sich in Völlegefühl. Übelkeit und Sodbrennen und führt gelegentlich zu Erbrechen. Die Schmerzen werden als "dumpf" empfunden. Krämpfe treten selten auf. Auf eine Infektion deuten krampfartige, ziehende Magenschmerzen hin.
Im Regelfall klingen die akuten Symptome innerhalb von 1 bis 3 Tagen ab. Treten hingegen Fieber, starker Durchfall. krampfartige Schmerzen und eine schwärzliche Verfärbung des Stuhls auf, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Um Magenbeschwerden während des Urlaubs zu vermeiden. sollte man auf übermäßigen Alkoholgenuß. eiskalte Getränke und fette Speisen verzichten. Vor allem aber gilt es, die hygienischen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten.

Zahnschmerzen

Sehr oft mindern auch Zahnschmerzen die Urlaubsfreude. Um ihrer Entstehung auf Reisen vorzubeugen, sollte der Zahnarzt mindestens 4 Wochen vor Urlaubsbeginn aufgesucht werden, damit noch alle erforderlichen Maßnahmen abgeschlossen werden können.
Machen sich dennoch Zahnschmerzen bemerkbar, ist ein Arztbesuch an Ihrem Urlaubsort angezeigt. Dies gilt besonders bei einer Schwellung der Wange, da ein Abszeß der Mundschleimhaut oder Knochenhaut vorliegen kann.

Kreislaufstörungen

Folgende Gründe können im Urlaub zu Kreislaufstörungen führen:

ChecklisteUngewohnte klimatische Verhältnisse.
ChecklisteÜberlastung durch anstrengende Reise.
ChecklisteStarkes Schwitzen und damit zu großer Flüssigkeitsverlust.
ChecklisteZeitumstellung.

Zu den typischen Symptomen einer Kreislaufstörung zählen Müdigkeit, Schwindelgefühl. Sehstörungen und Kopfschmerzen. Nehmen die Beschwerden zu, drohen Übelkeit und Ohnmacht.
Die Beschwerden halten in der Regel nicht lange an. Liegt jedoch eine Vorerkrankung im Sinne eines Bluthochdrucks vor, ist ärztliche Kontrolle wegen des Risikos einer gefährlichen Blutdruckerhöhung geboten. Bei Urlaub in den Tropen sollte der Blutdruck durch entsprechende Medikamente gut eingestellt sein.
Urlaubsreisende mit niedrigem Blutdruck, die unter Belastung zu starkem Schwitzen neigen, müssen darauf achten, daß sie genügend Flüssigkeit und Mineralien, etwa mittels einer Elektrolytlösung, zu sich nehmen. Direkte Sonnenbestrahlung sollte generell und insbesondere von Urlaubern mit niedrigem oder erhöhtem Blutdruck gemieden werden.

Regeln der Weltgesundheitsorganisation

Darminfektionen kommen nach den Erkenntnissen der WHO in der ganzen Welt und in allen Kulturkreisen vor. Besonders in den wärmeren Ländern gelten die folgenden Regeln als vordringliche Empfehlung, um lebensmittelbedingte Erkrankungen zu vermeiden.

ChecklisteVermeiden Sie alle ungekochten oder nicht gebraterien Nahrungsmittel sowie Früchte und Gemüse, die nicht geschält werden können. Wenn Sie Milch trinken, verwenden Sie nur pasteurisierte Milch.
ChecklisteWenn möglich, vergewissern Sie sich, ob gekochte Nahrungsmittel sorgfältig und in frischem Zustand zubereitet wurden.
ChecklisteVermeiden Sie Trinkwasser aus der Leitung, Eiswürfel (auch in Drinks) oder Speiseeis, wenn Sie sich keine Gewißheit über die Reinheit beschaffen können. Nicht kohlesäurehaltiges Wasser und Fruchtsaftgetränke dürfen nicht als unbedenklich angesehen werden, nur weil sie in Flaschen abgefüllt sind.
ChecklisteVermeiden Sie Fleisch, Fisch und Schalentiere in rohem Zustand. Bedenken Sie auch, daß verschiedene Fischsorten und Schalentiere zu bestimmten Jahreszeiten auch in gekochtem Zustand Giftstoffe enthalten können.
ChecklisteRisikofreie Getränke sind gewöhnlich heißer Tee und Kaffee sowie Bier und Wein.
ChecklisteGrundsätzlich gilt: Kochen, Braten, Schälen oder Vermeiden!

Fremde Eßkultur... nicht immer ganz ungefährlich

Ungewohnte Speisen und Getränke können die schönsten Urlaubsfreuden verderben und zu gesundheitlichen Beein-trächtigungen führen. Gelegentlich gehen diese unangenehmen Erfahrungen mit längerfristigen Krankheitserscheinungen ein-her, wie Amöbenruhr oder infektiöser Gelbsucht. Worauf sollte man also bei der Ernährung im Ausland achten?
Dies hängt natürlich sehr vom Urlaubsziel ab. Wer m Dritte-Welt-Länder reist, kann relativ leicht Probleme bekommen. Es gibt eben "berüchtigte" Durchfallgegenden wie gerade Ägypten und Mexiko.
Ernährungsbedingte Krankheiten können auf sehr unterschied-lichen Mechanismen beruhen. Häufig sind es Giftprodukte von Bakterien, die für den Reisedurchfall verantwortlich sind. Sie vermehren sich in verunreinigten Nahrungsmitteln, ganz besonders in Eier- und Sahnespeisen, Soßen, Milchprodukten. Eis, Kartoffelsalat, Mayonnaise. Nicht selten sind es auch die Bakterien selbst, die mit den Lebensmitteln aufgenommen werden, von den verhältnismäßig harmlosen Coli- bis hin zu Typhusbakterien. Ganz besonders unangenehm sind Viren, die Krankheiten wie die infektiöse Gelbsucht hervorrufen und die vor allem in Fernostländern vorkommen. Ebenso unangenehm sind Wurminfektionen, die durch Amöben ausgelöst werden, also bakterielle Einzeller oder Parasiten.

Was Sie generell bei Mahlzeiten beachten sollten:

Checkliste Gefährlich sind grundsätzlich alle ungekochten bzw. nicht sterilisierten Nahrungsmittel: von geschältem Obst und Gemüse abgesehen.
Checkliste Essen Sie nur gekochtes oder gebratenes Fleisch - kein Tartar! Lebende Muscheln oder rohen Fisch sollten Sie nicht verzehren.
Checkliste Eine der häufigsten Infektionsquellen sind Nahrungsmittel. die länger stehen und Bakterien als guter Nährboden dienen, wie Eier, Mayonnaise, Speiseeis. Diese sollten gemieden werden.
Checkliste Besonders häufig geschehen Infektionen durch Salate, auch wenn sie verlockend aussehen. Waschen zerstört Bakterien nicht!
Checkliste Selbst Kälte tötet Bakterien nicht ab! Eiswürfel sind eine große Infektionsquelle!
ChecklisteIn vielen Urlaubsländern (z. B. in tropischen Ländern) sollten Sie auf die Reinheit des Trinkwassers besonders achten. Nehmen Sie hier Wasser nur in abgekochter oder gechlorter und gefilterter Form (z. B. in Flaschen abgefülltes Mineralwasser) zu sich. Vermeiden Sie auch Getränkeautomaten mit nicht geschlossenen Büchsen oder Flaschen. In höhergradig gefährdeten Gebieten (z. B. in Ägypten oder Mexiko) sollte man selbst für das Zähneputzen Mineralwasser aus abgefüllten Flaschen verwenden.
ChecklisteTrinken Sie in der Mittagshitze keinen Alkohol und auch keine eiskalten Getränke. Auf jeden Fall sollten Sie, wenn Sie in gefährdete Gebiete reisen. Durchfallmedikamente mitnehmen. Fragen Sie Ihren Hausarzt!

Tips für eine erholsame Anreise

ChecklisteTreten Sie die Reise ausgeruht an.
ChecklisteÜberlasten Sie Ihren Magen nicht.
ChecklisteMeiden Sie Alkohol, Nikotin; trinken Sie wenig Kaffee.
ChecklisteSorgen Sie dafür, daß Ihr Darm vor Reiseantritt gut entleert ist.
ChecklisteSchwindelgefühl, Übelkeit und Brechreiz sind Symptome der sogenannten Reisekrankheit, welche Touristen in der Bahn. im Bus, PKW, Flugzeug und auf dem Schiff manchmal befallen können. Die Ursache liegt in einer mangelhaften Anpassung des Gleichgewichtsorgans an die Eigenbewegungen des jeweiligen Verkehrsmittels. Es gibt diverse Medikamente, die die unangenehmen Symptome mindern oder beseitigen. Ihr Arzt berät Sie gerne.

Wichtig bei Flugreisen

Bei den heute üblichen Flughöhen von bis zu 10.000 Metern, herrschen im Flugzeug Verhältnisse wie im Gebirge auf ca. 2000 Metern. Das bedeutet, geringerer Luftdruck und ein Sauerstoffdruck, der bis zu 30% reduziert ist. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt bei nur ca. 15%. (Am Arbeitsplatz norma1 ca. 40 bis 50%). Kein Problem für gesunde Menschen! Bei bestimmten Krankheiten und Gesundheitszuständen jedoch ist keine Flugtauglichkeit augesagt:

ChecklisteAngina-pectoris Anfälle in Ruhe.
ChecklisteHerzinsuffizienz im NYHA-Stadium IV.
ChecklisteHypertonie über 200/120 mm Hg.
ChecklisteSchwere Herzrhythmusstörungen.
ChecklisteNach Herzinfarkt (gilt für die ersten 6 Wochen nach unkompliziertem Infarkt).
ChecklisteNach Schlaganfall.
ChecklisteAkute Infektionskrankheiten (Ansteckungsgefahr).
ChecklisteExtreme Blutarmut (Anämie).
ChecklisteAnfallsleiden (Epilepsie).
ChecklisteStarke Störungen der Lungenfunktion, z.B. Asthma bronchiale.
ChecklisteNach Bauchoperationen ca. 2 Monate.
ChecklisteNach Eingriffen am Schädel ca. 6 Monate Wartefrist. Flugreisen in der Schwangerschaft ab dem 8. Monat sind nur mit ärztlicher Unbedenklichkeitsbescheinigung möglich

Betroffene sollten sich vor der Flugreise mit ihrem behandelnden Arzt beraten.

Tips, damit die Erholung lange anhält

Nach dem Urlaub muß Ihr Körper mit einer neuen Klimaumstellung fertig werden. Gönnen Sie sich noch ein paar freie Tage, ruhen Sie sich aus und machen Sie Spaziergänge.
Bei der Rückkehr von Urlaubsreisen in die Subtropen und Tropen kann es vorkommen, daß Beschwerden mit unklarer Symptomatik auftreten. Manchmal handelt es sich dabei um die ersten Anzeichen einer akuten oder noch verborgenen Infektion. Suchen Sie Ihren Hausarzt auf und geben Sie ihm alle Informationen über Aufenthaltsort und -Zeitpunkt Ihrer Reise. Das erleichtert die Diagnose. Für jeden, der sich längere Zeit in den Tropen aufgehalten hat, sollte eine ärztliche Kontrolle auf Tropenkrankheiten, vor allem auf Wurmerkrankungen. selbstverständlich sein.
Gehen Sie bei folgenden Symptomen bitte zum Arzt:

ChecklisteAnhaltender Durchfall oder auch wechselnder Stuhlgang in Form von Verstopfung und Durchfall.
ChecklisteStändige Müdigkeit, Leistungsminderung und Abgeschlagenheit.
ChecklisteAnhaltendes "grippiges Gefühl" mit Kopfschmerzen und Gliederschmerzen.
ChecklisteVerfärbung von Stuhl und Urin: z. B. heller Stuhl, brauner Urin, blutiger, schleimiger Stuhl, blutiger Urin
ChecklisteUnklare Stuhlbeimengung.
ChecklisteAnhaltendes hohes Fieber mit fieberfreien Intervallen.
ChecklisteLymphdrüsen-Schwellungen.
ChecklisteHautveränderungen. z.B. Knötchen, schlechtheilende Wunden und Geschwüre, juckende Ausschläge.

Kleine Wunden

Jede Art von Verletzung; führt zu mehr oder minder starken Blutungen, die bei kleinen Schnitt-, Stich-, Riß- oder Schürfwunden nach wenigen Minuten aufhören. Die Schmerzen sind stechend bis brennend.
Kommt die Blutung jedoch nicht zum Stillstand, ist das Risiko einer Venen oder Arterienverletzung gegeben. Im ersten Fall tritt dunkles Blut gleichmäßig. im anderen Fall helles Blut stoßweise ans der Wunde. Hier empfiehlt es sich, einen Druckverband anzulesen oder bei starker Blutung abzubinden.
Ärztliche Hilfe ist auch notwendig, wenn sich im Wundbereich eine pochende, rote Schwellung zeigt und es zur Absonderung von Eiter kommt (Infektion). Gelegentlich zeigt sich auf der Haut auch ein roter Streiten: im Volksmund nennt man diese Erscheinung Blutvergiftung. Dabei handelt es sich um die Entzündung oberflächlicher Lymphknoten. Auch in diesem Fall suchen Sie bitte einen Arzt auf. Bei leichten Blutungen reicht es aus, eine "natürliche" Wundreinigung durch Ausbluten herbeizuführen. Ist die Wunde verschmutzt, muß sie, notfalls mit Wasser oder dünnem Kamillentee, gereinigt werden. Einer drohenden Infektion kann jedoch mit der Verwendung einer Desinfektionslösung begegnet werden.

Prellungen

Stumpfe Gewalteinwirkung durch Schlag, Sturz oder Tritt führt zu Prellungen, die gelegentlich mit einem Bluterguß einhergehen. Bewegungen werden als schmerzhaft empfunden.
Die Schmerzen lassen nach, wenn sich der Bluterguß von Blau nach Grüngelb verfärbt (nach ca. 7 bis 10 Tagen). Halten die starken Schmerzen jedoch nach dem Vorfall länger als 2 bis 3 Tage an. besteht der Verdacht auf eine mögliche andere Verletzung, z.B. einen Bänderriß oder Bruch. In diesem Fall ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen.
Um ein Anschwellen der betroffenen Stelle zu vermeiden, ist es nötig, sie möglichst schnell zu kühlen. Dies kann durch ein spezielles Spray, einen kalten Waschlappen oder zerstoßene Eiswürfel geschehen, die man in eine Plastiktüte gibt. Gelegentliches Unterbrechen der Kühlung verhindert eine Hauterfrierung.

Verstauchungen

Verstauchungen entstehen durch eine Überdehnung oder Zerrung der Gelenkkapseln, der Bänder, der Sehnen und Muskeln. z.B. als Folge eines umgeknickten Fußes. Es kommt zu einer Schwellung des betroffenen Gelenks und häufig zu einem kleinen Bluterguß. Jede Bewegung ist mit heftigen, stechenden Schmerzen verbunden.
Eine Zurückbildung der Schwellung und des Blutergusses erfolgt in der Regel innerhalb von 7 bis 10 Tagen. Ist danach die Ausführung bestimmter Bewegungen gar nicht mehr möglich oder ist es zu einer Verformung des Gelenkes gekommen, muß der Arzt hinzugezogen werden. Eine Verrenkung oder gar ein Bruch könnte die Ursache sein.
Unabdingbar ist die Ruhigstellung des verstauchten Gelenks durch eine elastische Binde (ca. 1 Woche). Auch im Fall einer Verstauchung ist die Kühlung von Nutzen.

Erfrierungen, Frostbeulen

Hautschädigungen an Nase, Fingern. Zehen und Ohren entstellen durch starke Kälteeinwirkung, bei unzureichender Durchblutung auch schon bei geringer Kälte. Sie äußern sich in Gestalt schneeweißer, gefühlloser Körperpartien oder an den Extremitäten als rotblaue, angeschwollene Knötchen, den sogenannten Frostbeulen.
Je nach dem Grad der Schädigung vollzieht sich der Heilungsprozeß rasch. Frostbeulen machen sieh jedoch auch noch nach einem längeren Zeitraum als juckende Stellen bemerkbar. Bei stärkeren Erfrierungen ist ärztliche Versorgung notwendig.
Das beste Mittel gegen Hautschädigungen bestellt im Tragen geeigneter Schutzkleidung. Auch die Verwendung spezieller Schutzcremes für das Gesicht wird empfohlen. Ist es zu Erfrierungen gekommen, hilft die Anregung der örtlichen Durchblutung (z.B. durch leichte Massage).

Insektenstiche

Als Folge eines Insektenstiches kommt es zu einer schmerzhaften, rötlichen und stechenden Schwellung, die im Mund- und Wangenbereich durch das Anschwellen der Schleimhäute zu lebensgefährlicher Atemnot führen kann.
Unter normalen Bedingungen ist mit dem Abklingen der akuten Beschwerden innerhalb weniger Stunden zu rechnen. Die Schwellung bildet sich in ca. 3 bis 5 Tagen zurück. Der Juckreiz ist allerdings auch noch nach Tagen spürbar.
Um einem Insektenstich wirksam vorzubeugen, ist die Verwendung eines Insektenmittels anzuraten.

Sonnen- und Hitzeschäden

Die Sonne ist für das Wohlbefinden der Menschen von großer Bedeutung: Sie fördert die Vitalität und seelische Ausgeglichenheit, beeinflußt positiv die Vitamin-D-Bildung und stärkt somit den Knochenbau. Ein paar Minuten täglich reichen bereits vollkommen aus.
Zuviel Urlaubssonne kann jedoch auch negative Folgen haben. Die stete Abnahme der Ozonschicht und die damit einhergehende vermehrte UV-Bestrahlung fördern das Sonnenbrandrisiko einschließlich aller gefährlichen Nebenwirkungen: Rötungen, Schwellungen, Juckreiz, Blasenbildung. Frühzeitige Hautalterung und Hautkrebs können die Folgen sein.
Damit Sie die Sonne unbeschwert genießen können, beachten Sie bitte folgendes:

ChecklisteDie banalste aber wirksamste Regel gleich zu Anfang: Vermeiden Sie einfach jede Rötung der Haut.
ChecklisteEines der wirksamsten Sonnenschutzmittel haben Sie bereits zu Hause vorrätig: sonnendichte Kleidung, Hüte usw. Diesem textilen Sonnenschutz ist vor allem anderen Vorrang einzuräumen.
ChecklisteDie von der Kleidung unbedeckten Körperstellen mit einem Sonnenschutzmittel schützen.
ChecklisteSuchen Sie in den ersten Urlaubstagen möglichst den Schatten auf und beginnen Sie mit einem hohen und vor allem typgerechten Lichtschutzfaktor.
ChecklisteSonnencremes immer 30 Minuten vor dem Sonnenbad im Schatten gleichmäßig auftragen Erst dann können sie ihre Schutzfunktion voll entfalten Auch zum Nachcremen aus der Sonne gehen.
ChecklisteMachen Sie es den Menschen Ihres Urlaubslandes nach. Meiden Sie die Mittagssonne, gönnen Sie auch Ihrer Haut eine Ruhepause.
ChecklisteBeim Baden wasserfeste Sonnenschutzmittel verwenden
ChecklisteBei Anwendung von Medikamenten auf liehtsensibilisierende Nebenwirkungen achten.
ChecklisteAuf Parfüms und Deodorants in der Sonne ganz verzichten. Sie können zu bleibenden Pigmentflecken führen.
ChecklisteWer sich mehrmals täglich mit Sonnenschutzmittel einreibt, kann deshalb nicht länger in der Sonne bräunen. Sonnenschutzmittel auch die mit hohem Lichtschutzfaktor, sind nur einmal wirksam, da der Schutz nach der angegebenen Zeit für den betreffenden Tag restlos abgelaufen ist.

Gefahr Sonnenbrand
Für jeden einzelnen ist es sein wichtig seinen persönlichen Hauttyp zu wissen. Darauf aufbauend sollte er das richtige Sonnenschutzmittel mit dem entsprechenden Schutzfaktor einsetzen. Es werden heute bereits Schutzmittel mit dem Lichtschutzfaktor 50 hergestellt.
Ist es doch passiert, was mache ich dann? Behandeln Sie den Sonnenbrand wie eine Verbrennung ersten Grades.

ChecklisteKühlen Sie die Haut mit kaltem Wasser. Legen Sie kalte Kompressen auf, ein nasses Handtuch lindert auch schon die Beschwerden.
ChecklisteTragen Sie eine After-Sun-Lotion auf.
ChecklisteMeiden Sie für einige Zeit die Sonne.
ChecklisteTragen Sie Kleidung, die nicht auf der Haut scheuert.
ChecklisteSollten Sie einen so starken Sonnenbrand haben, daß sich Bläschen bilden, gehen Sie auf jeden Fall zu einem Arzt. Die Bläschen dürfen übrigens nicht von Ihnen aufgestochen werden.

Sonnenallergie
Manche Menschen reagieren auf Sonne mit allergischen Hauterscheinungen. Diese sind meist nicht nur durch die Sonne allein bedingt, sondern werden durch eine sogenannte Photosensibilisierung (Lichtsensibilisierung) ausgelöst infolge vorausgegangener Verwendung z.B. von Kosmetika. Diese Erscheinungen zeigen sich typischerweise in Hautbereichen wie Halsausschnitt, Nackenbereich, Oberarm.
Die Behandlung erfolgt durch Anwendung kühlender Salben, bei ausgeprägteren Erscheinungen mit Salben gegen Überempfindlichkeit. In Tablettenform oder als Trinkampullen wird auch Kalzium eingenommen, das die Gefäße abdichtet und solchen Erscheinungen vorbeugt. Bei Personen, die zu solchen Sonnenallergien neigen, empfiehlt es sich, die Sonne so gut wie möglich zu meiden. Falls dies unvermeidlich ist, sollte man sich mit speziellen Sonnenschutzcremes schützen.

Sonnenstich
Der Sonnenstich entsteht durch eine starke Sonneneinstrahlung auf den unbedeckten Kopf. Die Erscheinungen sind typisch für eine Hirnhautreizung. Der Sonnenstich gellt einher mit Übelkeit, Erbrechen, Schwächegefühl, Kopfschmerzen bis hin zur Bewußtlosigkeit. Er tritt vor allem an klaren Tagen auf. Begünstigend für die Entstehung ist kühlender Wind, der das Hitzegefühl verschwinden läßt. Betroffen sind ganz besonders blonde Personen und Kinder.
Zur Vorbeugung sollte eine Kopfbedeckung getragen werden. Entstehen entsprechende Symptome, so muß der Betroffene möglichst rasch aus der Sonne. Der Kopf sollte mit feuchten Tüchern oder auch Eis gekühlt werden. Bei Bewußtlosigkeit ist ärztliche Hilfe auf jeden Fall notwendig.

Hitzekollaps und Hitzschlag
Im Gegensatz zum Sonnenstich steht beim Hitzekollaps und Hitzschlag die Überhitzung des Körpers im Vordergrund. Beim Hitzekollaps führt die Überhitzung der Haut zu einem Kreislaufzusammenbruch. Durch die Hauterwärmung wird dem Körper soviel Blut entzogen, daß die Durchblutung des Gehirns nicht mehr gewährleistet wird. Dadurch kommt es zur Ohnmacht. Oft entstehen solche Zustände beim Stehen in der Hitze oder bei körperlicher Belastung in warmer Umgebung. Kommt es zum Zusammenbruch und der Betroffene fällt zu Boden, fließt - aufgrund der waagerechten Position - wieder vermehrt Blut zum Herzen zurück. Die Hirndurchblutung steigt. Es handelt sich somit im Regelfall um verhältnismäßig harmlose Zustände. Als erste Hilfsmaßnahme sollten die Beine angehoben werden, um dem Herzen und damit auch dem Gehirn wieder vermehrt Blut anzubieten. Beengende Kleidung sollte gelöst, die Haut durch kalte Umschläge gekühlt werden.
Im Gegensatz zum Hitzekollaps handelt es sich beim Hitzschlag immer um eine lebensbedrohliche Situation. Durch die Überhitzung kommt es zu einem Anstieg der Körpertemperatur. Erreicht diese 41 bis 42°C, besteht Lebensgefahr. Hierzu kommt es besonders dann, wenn schlecht Wärme abgegeben werden kann. Da die Wärmeabgabe durch den Schweiß erfolgt, ereignet sich ein Hitzschlag vor allem dann, wenn körperliche Belastungen in warmer Umgebung bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit ausgeführt werden, also bei schwül-warmer Witterung. Die Symptome bestehen in zunehmender Benommenheit, Desorientierung, schwankendem Gang. Die Haut ist zunächst heiß und feucht, schließlich versagt die Fähigkeit zum Schwitzen, die Haut wird grau und kalt. Es kommt zum Zusammenbruch.
In solchen Fällen sollte der Betroffene sofort in eine kühle Umgebung gebracht werden. Die Kleidung ist zu lockern, die Haut ist durch kalte Umschläge zu kühlen. Da dem Körper durch die Überhitzung viel Flüssigkeit verloren gegangen ist, sollte diese durch Getränke (z.B. Tee oder mineralhaltige Getränke wie Frucht- und Gemüsesäfte, Bouillon etc.) ersetzt werden. Reines Wasser könnte das Gehirn überwässern und gefährlich werden. Bei Bewußtlosigkeit sind Infusionen erforderlich. Rufen Sie sofort einen Arzt oder bringen Sie den Hitzegeschädigten in das nächstliegende Krankenhaus.

Reiseversicherungen

Zur Vermeidung eines finanziellen Risikos unser Rat für alle! Sichern Sie sich durch eine private Auslandskrankenversicherung ab. Sie wird preiswert von Automobilclubs, Reiseveranstaltern und privaten Versicherungsunternehmen angeboten. Dies ist allein deshalb wichtig, weil ein im Ausland erkrankter Urlauber nach geltendem Recht nicht auf Kosten der deutschen Krankenkasse oder mit deren finanzieller Beteiligung zurückgeholt werden darf. Über die Leistungen informieren Sie sich bitte gezielt bei den Anbietern.

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