Zur Urlaubsvorbereitung gehört natürlich die Reiseapotheke. Medikamente lassen sich am Urlaubsort meist nur schwer beschaffen. Medikamente, die Sie täglich brauchen, gehören auf jeden Fall ins Handgepäck. Die Reiseapotheke zählt wie der Autoverbandskasten zu den persönlichen Vorsorgemaßnahmen. Neben den Medikamenten, die Sie regelmäßig einnehmen oder anwenden, sollten Sie, abhängig von Reisedauer und -ziel, an folgende Hilfsmittel oder Medikamente denken:
| Fieberthermometer. | |
| Schmerz- und Fiebermittel. | |
| Verbandpäckchen, Mullbinden, Pflaster | |
| Mullbinden, elastische Binden. | |
| Medikamente gegen Durchfall und Verstopfung | |
| Desinfektionsmittel. | |
| Insektenabwehrmittel. | |
| Mittel bei Sonnenbrand (Sonnencreme) und Allergien | |
| Salbe bei Prellungen, Verstauchungen. | |
| Mittel gegen Ohrenschmerzen. | |
| Mittel gegen Pilzerkrankungen. | |
| Mittel gegen Augenentzündungen. | |
| Tabletten gegen Reisekrankheit. | |
| Mittel gegen Husten, Schnupfen und Erkältungskrankheiten. | |
| Sterile Einmalspritzen und Kanülen. | |
| Wundpuder, Wundsalbe. | |
| Schere und Pinzette. |
Impfungen gehören besonders bei Fernreisen zu den wichtigsten Vorbereitungen. Für die meisten Reisen gilt jedoch vor allem, an diejenigen Impfungen zu denken, die auch hierzulande wichtig sind. Eine vorgesehene Reise sollte eine willkommen Gelegenheit geben, darüber nachzudenken, ob generell der persönliche Impfschutz ausreichend ist. So ist hierzulande, beispielsweise durch die Einführung der Impfung gegen die Kinderlähmung (Poliomyelitis), diese weitgehend ausgestorben. Andererseits hat dies dazu geführt, daß auch das Bewußtsein um die Gefährlichkeit dieser Erkrankung in der Öffentlichkeit verschwunden ist. Und damit auch die Einsicht in die Notwendigkeit, sich impfen zu lassen. In anderen Ländern. beispielsweise schon in der Türkei, ist Kinderlähmung noch immer akut.
Wichtig für eine Impfung ist die rechtzeitige Planung, damit zu Beginn der Reise der Schutz bereits eingetreten ist und die vorgeschriebenen Abstände zwischen den einzelnen Schutzimpfungen eingehalten werden können. Lassen Sie jede Impfung in Ihren "Internationalen Impfausweis" eintragen und führen Sie ihn immer bei sich! Sollten Sie noch keinen besitzen, können Sie ihn durch Ihr Gesundheitsamt oder Reisebüro beziehen.
Schutzimpfungen und andere Maßnahmen tragen dazu bei, die Risiken einer Reise in die Tropen so gering wie möglich zu halten. Hierzu gehören vor allem
Tetanus (Wundstarrkrampf) / Diphtherie
Der Erreger des Tetanus kommt in Schmutz. Erde sowie mensch-lichen und tierischen Fäkalien vor.
Voraussetzung für eine Infek-tion ist eine - wenn auch nur geringfügige - Verletzung der Haut oder
Schleimhaut.
Achten Sie darauf, daß Ihr Kind ab dem 3. Lebensmonat, gemeinsam mit der Impfung gegen Diphtherie und
Keuchhusten, gegen Tetanus geimpft wird. Auch im späteren Lebensalter ist eine Grundimmunisierung
möglich. Auffrischung: routinemäßig alle 10 Jahre.
Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Die Kinderlähmung ist eine akute Infektionskrankheit, bei der es durch den Befall des Zentralnervensystems
zu Lähmungen kommen kann.
Seit der Einführung der Schluckimpfung im Jahr 1962 ist die Erkrankungshäufigkeit drastisch zurückgegangen.
Seit 1991 wurden in Deutschland nur 14 Krankheitsfälle registriert. Diese günstige Situation kann nur
bestehen bleiben, wenn die Schutzimpfungen regelmäßig durchgeführt werden, um das erneute Ausbrechen dieser
gefährlichen Infektionskrankheit zu verhindern. Alle Kleinkinder sollten in den ersten beiden Lebensjahren
drei Impfungen zur Grundimmunisierung erhalten. Ab dem 11. Lebensjahr wird für Jugendliche (bis zum
vollendeten 18. Lebensjahr) eine Wiederimpfung empfohlen. Weitere routinemäßige Auffrischimpfungen sind
nicht erforderlich. Nur bei unvollständiger Grundimmunisierung sollte diese vervollständigt werden. Ebenso
ist die Impfung zu empfehlen bei besonderer Gefährdung, z. B. bei Reisen in Endemiegebiete, wenn die letzte
Impfung länger als zehn Jahre zurückliegt.
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Das FSME-Virus kommt hauptsächlich in Südost- und Osteuropa, den baltischen Staaten sowie in Südschweden
und Österreich vor. In Deutschland sind vor allem Baden-Württemberg und Bayern betroffen. Die Krankheit
wird durch den Stich einer mit dem FSME-Virus infizierten Zecke auf den Menschen übertragen. Gefährdet
sind alle Personen in FSME-Gebieten, die sich beruflich oder in ihrer Freizeit häufig in Wäldern aufhalten,
sowie Reisende in Gebieten mit hohem FSME-Vorkommen. Zur Verhinderung der Frühsommer-Meningoenzephalitis
steht seit einigen Jahren ein sehr gut verträglicher und wirksamer Impfstoff zur Verfügung. Die Schutzdauer
der Impfung beträgt mindestens drei Jahre. Auffrischung: nach 3-5 Jahren.
Es gibt auch einen Impfstoff, mit dem noch innerhalb von drei Wochen vor der Abreise ein vollständiger
Schutz aufgebaut werden kann, der dann bis zu einem Jahr anhält. Danach ist eine Wiederimpfung nötig.
Gelbfieber
Gelbfieber kommt in den tropischen Gebieten Afrikas und Südamerikas vor.
Zum Schutz vor dieser Erkrankung ist eine Gelbfieberimpfung bei Reisen in diese Länder, selbst bei nur
kurzen Aufenthalten. angezeigt. Die Impfung ist gut verträglich. Der Impfschutz beginnt zehn Tage nach
der Implung und hält zehn Jahre an. Die Impfung wird nur in dazu autorisierten Gelbfieberimpfstellen
durchgeführt. Einige Länder verlangen bei der Einreise eine Gelblieberimpfbescheinigung.
Informieren Sie sich deshalb rechtzeitig. Auffrischung: alle 10 jahre (Gültigkeit des Impfzertifikats)
Typhus
Die Typhuserkrankung stellt in engem Zusammenhang mit den hygienischen Verhältnissen in einem Land.
In Ländern, in denen die sanitären Einrichtungen mangelhaft sind, kommt Typhus wesentlich häufiger vor
als in Industriestaaten wie der Bundesrepublik Deutschland. Durch den wachsenden Tourismus gibt es
allerdings auch bei uns wieder zunehmend Fälle von Typhus.
Lassen Sie sich deshalb vor Reisen in Länder, in denen keine guten hygienischen Verhältnisse gewährleistet
sind, impfen. Die Schluckimpfung gegen Typhus ist sehr gut verträglich und verleiht Ihnen Schutz für etwa
ein Jahr. Seit kurzem gibt es auch einen Typhus-Injektionsimpfstoff, der für etwa drei Jahre Schutz gewährt.
Beide Impfungen sind gut verträglich. Auffrischung: nach ca. 3 Jahren.
Cholera
Die Cholera-Impfung, bei der mit Nebenwirkungen zu rechnen ist. wird heute offiziell von keinem Land mehr
verlangt. Zu empfehlen ist die Impfung für Entwicklungshelfer und Trekking-Urlauber in Choleragebieten.
Die Cholera ist in Asien und Afrika verbreitet und seit einiger Zeit auch wieder in Südamerika heimisch.
Im "normalen" Tourismus müßte das Einhalten hygienischer Maßnahmen zur Vorbeugung
ausreichend sein. Auffrischung: alle 6 Monate (0,5-1 ml s.c.)
Malaria
In vielen warmen Ländern besteht eine große Malariagefahr. Dagegen gibt es keine Schutzimpfung.
Der Ansteckung kann aber durch medikamentöse Vorbeugung (Einnahme von Tabletten) wirksam vorgebeugt
werden.
Mit der Einnahme des Mittels muß vor Ankunft im Reiseland begonnen werden und wenigstens noch vier,
besser sechs Wochen nach der Abreise aus dem gefährdeten Gebiet fortgefahren werden. Da die Malaria,
wie auch andere Krankheiten, durch Stechmücken übertragen wird, sind zusätzlich zur Verabreichung
von Anti-Malaria-Mitteln folgende Vorsichtsmaßnahmen dringend zu empfehlen:
| Nur unter Moskitonetzen schlafen, falls Ihr Schlafraum nicht gegen Stechmücken abgesichert ist. Das gilt insbesondere für Kleinkinder und Säuglinge. | |
| Schützen Sie sich nach Sonnenuntergang so gut wie möglich vor Stichen mit entsprechender Kleidung (lange Hose, lange Ärmel). Insekten-Schutzmittel wirken im allgemeinen nur zwei bis drei Stunden; dann muß das Mittel neu aufgetragen werden. |
Virushepatitis A
Die Hepatitis A ist eine Leberentzündung, verursacht durch ein Virus, das durch Schmierinfektion und
durch den Verzehr von verunreinigten Lebensmitteln übertragen wird. In Ländern mit niedrigem
hygienischen Standard ist die Häufigkeit der Virushepatitis A wesentlich größer als bei uns.
Die Grundimmunisierung besteht aus zwei Impfungen und bietet Schutz für fünf bis zehn Jahre. Die
erste Impfung sollte spätestens 14 Tage vor der Abreise erfolgen und die zweite Impfung sechs bis
zwölf Monate später. Auffrischung: vorraussichtlich alle 10 Jahre.
Virushepatitis B
Die Hepatitis B ist wie die Hepatitis A eine Leberentzündung. die durch ein spezielles Virus ausgelöst wird.
Die Übertragung der Virushepatitis B erfolgt durch den Kontakt mit dem Blut infizierter Personen.
Hepatitis-B-positive Mütter können während der Geburt ihr Kind infizieren. Auch durch engen körperlichen
und vor allem intimen Kontakt ist eine Übertragung möglich.
Die gut verträgliche Impfung gegen Hepatitis B ist ratsam für alle, die für längere Zeit in Länder mit
hohem Hepatitis B-Vorkommen (z. B. Afrika oder Asien) reisen oder dort im Entwicklungsdienst arbeiten.
Ebenso sollte die Impfung bei allen Personen durchgeführt werden, die häufig mit Blut in Berührung kommen,
wie beispielsweise medizinisches und zahnmedizinisches Personal, und bei Patienten, denen häufig Blut
oder Blutbestandteile übertragen werden. Auch Personen mit engem Kontakt zu Hepatitis B-Virus-positiven
Menschen, Drogenabhängige und Personen mit einem häufigen Wechsel der Sexualpartner sollten sich impfen
lassen.
Darüber hinaus empfiehlt die Ständige Impfkommission die Hepatitis B-Impfung auch für alle Kinder und
ungeimpften Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.
In jedem Falle sollte ein ausreichender Impfschutz gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) und Poliomyelitis (Kinderlähmung) vorhanden sein. Einige Länder verlangen den Nachweis einer Choleraimpfung. Bei der Auswahl der vorbeugenden Maßnahmen für Kleinkinder lassen Sie sich vom Kinderarzt beraten.
Die für Sie erforderlichen Impfempfehlungen ändern sich von Zeit zu Zeit und sind abhängig von den Notwendigkeiten für die Einreise in bestimmte Länder. Daher informieren Sie sich bitte rechtzeitig vor Beginn der Reise bei Ihrem Hausarzt, beim örtlichen Gesundheitsamt oder dem zuständigen Hygiene-oder Tropeninstitut. Auffrischung: je nach Antikörpertiter ca. alle 10 Jahre.
Bei Reisen in den Mittelmeerraum
erkrankt daran etwa jede/r zweite. In den Tropen trifft es fast jeden. Obwohl ein einfacher Durchfall
medizinisch betrachtet unproblematisch ist, stellt er eine erhebliche Beeinträchtigung des Wohlbefindens dar.
Darminfektionen und hieraus resultierende Durchfallerkrankungen gehören zu den häufigsten Krankheiten auf Reisen.
Klimatische Veränderungen, unsaubere Lebensmittel, Bakterien und Viren sind die Verursacher.
Übersichten der Weftgesundheitsorganisation (WHO) zeigen, daß während eines Reisemonats in tropischen Gebieten über 50%
der Touristen ein Gesundheitsproblem haben. Dabei stehen Magen-Darm-infektionen mit 70% aller Erkrankungen weit im Vordergrund.
Maßnahmen bei Durchfallerkrankungen sind in erster Linie eine gesteigerte Zufuhr mineralstoffhaltiger Getränke, damit
Flüssigkeitsveriuste - besonders problematisch bei Säuglingen und Kleinkindern - schnell wieder ausgeglichen werden.
Zum Ausgleich von Flüssigkeitsverlusten und Salzen wird empfohlen:
2 Eßlöffel Traubenzucker (Glucose), ersatzweise handelsüblicher Zucker
1 Teelöffel Kochsalz
1/2 Teelöffel Natron (Natriumbicarbonat)
1 Liter abgekochtes Trinkwasser
(Ersatzweise können gebrauchsfertige Elektrolytpulver genommen werden, die in abgekochtem Wasser gelöst werden.)
Eine Vorbeugung von Durchfällen mit Antibiotika sollte nur in Ausnahmen und auf ärztlichen Rat erfolgen. Ihre Anwendung zur
Behandlung von Durchfällen ist angezeigt bei hohem Fieber mit Dauer über 48 h und/oder blutigem Stuhl auf ärztliche Anweisung.
Zur medikamentösen Vorbeugung von Reisedurchfällen haben sich Hefepräparate mit dem Wirkstoff Saccharomyces bouiardli
(z.B. Perenterol) bewährt.
Sie können die Wahrscheinlichkeit, an Reisedurchfällen zu erkranken, deutlich reduzieren.
Auch zur Behandlung des akuten Durchfalls können diese Präparate empfohlen werden. Sie bekämpfen gezielt die häufigste Ursache
des Durchfalls: Durchfallerregende Bakterien. Sie binden diese an sich und befördern sie aus dem Darm. Ihre krankmachende Wirkung kann sich nicht
mehr weiter entfalten.
Diese natürliche Wirksubstanz kann für alle Altersgruppen und auch während der Schwangerschaft angewendet werden.
Wichtig!
Bei Säuglingen, Kleinkindern und alten Menschen auf Gewichtsabnahme durch Flüssigkeitsveriust achten. Bei blutigen oder lang andauernden Durchfällen oder anhaltendem Fieber in jedem Fall - auch am
Urlaubsort - einen Arzt aufsuchen.
Auf Reisen führen ungewohnte Speisen oder verdorbene Lebensmittel häufig zu Magenbeschwerden,
die durch individuelles Fehlverhalten (üppiges Essen, übermäßigen Alkohol- und Tabakkonsum) verstärkt
werden.
Eine Überbelastung des Magens äußert sich in Völlegefühl. Übelkeit und Sodbrennen und führt
gelegentlich zu Erbrechen. Die Schmerzen werden als "dumpf" empfunden. Krämpfe treten selten auf.
Auf eine Infektion deuten krampfartige, ziehende Magenschmerzen hin.
Im Regelfall klingen die akuten Symptome innerhalb von 1 bis 3 Tagen ab. Treten hingegen Fieber,
starker Durchfall. krampfartige Schmerzen und eine schwärzliche Verfärbung des Stuhls auf, sollte
unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Um Magenbeschwerden während des Urlaubs zu vermeiden. sollte
man auf übermäßigen Alkoholgenuß. eiskalte Getränke und fette Speisen verzichten. Vor allem aber
gilt es, die hygienischen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten.
Sehr oft mindern auch Zahnschmerzen die Urlaubsfreude. Um ihrer Entstehung auf Reisen vorzubeugen,
sollte der Zahnarzt mindestens 4 Wochen vor Urlaubsbeginn aufgesucht werden, damit noch alle
erforderlichen Maßnahmen abgeschlossen werden können.
Machen sich dennoch Zahnschmerzen bemerkbar, ist ein Arztbesuch an Ihrem Urlaubsort angezeigt.
Dies gilt besonders bei einer Schwellung der Wange, da ein Abszeß der Mundschleimhaut oder Knochenhaut
vorliegen kann.
Folgende Gründe können im Urlaub zu Kreislaufstörungen führen:
| Ungewohnte klimatische Verhältnisse. | |
| Überlastung durch anstrengende Reise. | |
| Starkes Schwitzen und damit zu großer Flüssigkeitsverlust. | |
| Zeitumstellung. |
Zu den typischen Symptomen einer Kreislaufstörung zählen Müdigkeit, Schwindelgefühl. Sehstörungen und
Kopfschmerzen. Nehmen die Beschwerden zu, drohen Übelkeit und Ohnmacht.
Die Beschwerden halten in der Regel nicht lange an. Liegt jedoch eine Vorerkrankung im Sinne eines
Bluthochdrucks vor, ist ärztliche Kontrolle wegen des Risikos einer gefährlichen Blutdruckerhöhung geboten.
Bei Urlaub in den Tropen sollte der Blutdruck durch entsprechende Medikamente gut eingestellt sein.
Urlaubsreisende mit niedrigem Blutdruck, die unter Belastung zu starkem Schwitzen neigen, müssen darauf
achten, daß sie genügend Flüssigkeit und Mineralien, etwa mittels einer Elektrolytlösung, zu sich nehmen.
Direkte Sonnenbestrahlung sollte generell und insbesondere von Urlaubern mit niedrigem oder erhöhtem
Blutdruck gemieden werden.
Darminfektionen kommen nach den Erkenntnissen der WHO in der ganzen Welt und in allen Kulturkreisen vor. Besonders in den wärmeren Ländern gelten die folgenden Regeln als vordringliche Empfehlung, um lebensmittelbedingte Erkrankungen zu vermeiden.
| Vermeiden Sie alle ungekochten oder nicht gebraterien Nahrungsmittel sowie Früchte und Gemüse, die nicht geschält werden können. Wenn Sie Milch trinken, verwenden Sie nur pasteurisierte Milch. | |
| Wenn möglich, vergewissern Sie sich, ob gekochte Nahrungsmittel sorgfältig und in frischem Zustand zubereitet wurden. | |
| Vermeiden Sie Trinkwasser aus der Leitung, Eiswürfel (auch in Drinks) oder Speiseeis, wenn Sie sich keine Gewißheit über die Reinheit beschaffen können. Nicht kohlesäurehaltiges Wasser und Fruchtsaftgetränke dürfen nicht als unbedenklich angesehen werden, nur weil sie in Flaschen abgefüllt sind. | |
| Vermeiden Sie Fleisch, Fisch und Schalentiere in rohem Zustand. Bedenken Sie auch, daß verschiedene Fischsorten und Schalentiere zu bestimmten Jahreszeiten auch in gekochtem Zustand Giftstoffe enthalten können. | |
| Risikofreie Getränke sind gewöhnlich heißer Tee und Kaffee sowie Bier und Wein. | |
| Grundsätzlich gilt: Kochen, Braten, Schälen oder Vermeiden! |
Ungewohnte Speisen und Getränke können die schönsten Urlaubsfreuden verderben und zu gesundheitlichen
Beein-trächtigungen führen. Gelegentlich gehen diese unangenehmen Erfahrungen mit längerfristigen
Krankheitserscheinungen ein-her, wie Amöbenruhr oder infektiöser Gelbsucht.
Worauf sollte man also bei der Ernährung im Ausland achten?
Dies hängt natürlich sehr vom Urlaubsziel ab. Wer m Dritte-Welt-Länder reist, kann relativ leicht
Probleme bekommen. Es gibt eben "berüchtigte" Durchfallgegenden wie gerade Ägypten und Mexiko.
Ernährungsbedingte Krankheiten können auf sehr unterschied-lichen Mechanismen beruhen. Häufig sind
es Giftprodukte von Bakterien, die für den Reisedurchfall verantwortlich sind. Sie vermehren sich
in verunreinigten Nahrungsmitteln, ganz besonders in Eier- und Sahnespeisen, Soßen, Milchprodukten.
Eis, Kartoffelsalat, Mayonnaise. Nicht selten sind es auch die Bakterien selbst, die mit den Lebensmitteln
aufgenommen werden, von den verhältnismäßig harmlosen Coli- bis hin zu Typhusbakterien. Ganz besonders
unangenehm sind Viren, die Krankheiten wie die infektiöse Gelbsucht hervorrufen und die vor allem in
Fernostländern vorkommen. Ebenso unangenehm sind Wurminfektionen, die durch Amöben ausgelöst werden,
also bakterielle Einzeller oder Parasiten.
Was Sie generell bei Mahlzeiten beachten sollten:
| Gefährlich sind grundsätzlich alle ungekochten bzw. nicht sterilisierten Nahrungsmittel: von geschältem Obst und Gemüse abgesehen. | |
| Essen Sie nur gekochtes oder gebratenes Fleisch - kein Tartar! Lebende Muscheln oder rohen Fisch sollten Sie nicht verzehren. | |
| Eine der häufigsten Infektionsquellen sind Nahrungsmittel. die länger stehen und Bakterien als guter Nährboden dienen, wie Eier, Mayonnaise, Speiseeis. Diese sollten gemieden werden. | |
| Besonders häufig geschehen Infektionen durch Salate, auch wenn sie verlockend aussehen. Waschen zerstört Bakterien nicht! | |
| Selbst Kälte tötet Bakterien nicht ab! Eiswürfel sind eine große Infektionsquelle! | |
| In vielen Urlaubsländern (z. B. in tropischen Ländern) sollten Sie auf die Reinheit des Trinkwassers besonders achten. Nehmen Sie hier Wasser nur in abgekochter oder gechlorter und gefilterter Form (z. B. in Flaschen abgefülltes Mineralwasser) zu sich. Vermeiden Sie auch Getränkeautomaten mit nicht geschlossenen Büchsen oder Flaschen. In höhergradig gefährdeten Gebieten (z. B. in Ägypten oder Mexiko) sollte man selbst für das Zähneputzen Mineralwasser aus abgefüllten Flaschen verwenden. | |
| Trinken Sie in der Mittagshitze keinen Alkohol und auch keine eiskalten Getränke. Auf jeden Fall sollten Sie, wenn Sie in gefährdete Gebiete reisen. Durchfallmedikamente mitnehmen. Fragen Sie Ihren Hausarzt! |
| Treten Sie die Reise ausgeruht an. | |
| Überlasten Sie Ihren Magen nicht. | |
| Meiden Sie Alkohol, Nikotin; trinken Sie wenig Kaffee. | |
| Sorgen Sie dafür, daß Ihr Darm vor Reiseantritt gut entleert ist. | |
| Schwindelgefühl, Übelkeit und Brechreiz sind Symptome der sogenannten Reisekrankheit, welche Touristen in der Bahn. im Bus, PKW, Flugzeug und auf dem Schiff manchmal befallen können. Die Ursache liegt in einer mangelhaften Anpassung des Gleichgewichtsorgans an die Eigenbewegungen des jeweiligen Verkehrsmittels. Es gibt diverse Medikamente, die die unangenehmen Symptome mindern oder beseitigen. Ihr Arzt berät Sie gerne. |
Bei den heute üblichen Flughöhen von bis zu 10.000 Metern, herrschen im Flugzeug Verhältnisse wie im Gebirge auf ca. 2000 Metern. Das bedeutet, geringerer Luftdruck und ein Sauerstoffdruck, der bis zu 30% reduziert ist. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt bei nur ca. 15%. (Am Arbeitsplatz norma1 ca. 40 bis 50%). Kein Problem für gesunde Menschen! Bei bestimmten Krankheiten und Gesundheitszuständen jedoch ist keine Flugtauglichkeit augesagt:
| Angina-pectoris Anfälle in Ruhe. | |
| Herzinsuffizienz im NYHA-Stadium IV. | |
| Hypertonie über 200/120 mm Hg. | |
| Schwere Herzrhythmusstörungen. | |
| Nach Herzinfarkt (gilt für die ersten 6 Wochen nach unkompliziertem Infarkt). | |
| Nach Schlaganfall. | |
| Akute Infektionskrankheiten (Ansteckungsgefahr). | |
| Extreme Blutarmut (Anämie). | |
| Anfallsleiden (Epilepsie). | |
| Starke Störungen der Lungenfunktion, z.B. Asthma bronchiale. | |
| Nach Bauchoperationen ca. 2 Monate. | |
| Nach Eingriffen am Schädel ca. 6 Monate Wartefrist. Flugreisen in der Schwangerschaft ab dem 8. Monat sind nur mit ärztlicher Unbedenklichkeitsbescheinigung möglich |
Betroffene sollten sich vor der Flugreise mit ihrem behandelnden Arzt beraten.
Nach dem Urlaub muß Ihr Körper mit einer neuen Klimaumstellung fertig werden. Gönnen Sie sich noch
ein paar freie Tage, ruhen Sie sich aus und machen Sie Spaziergänge.
Bei der Rückkehr von Urlaubsreisen in die Subtropen und Tropen kann es vorkommen, daß Beschwerden mit
unklarer Symptomatik auftreten. Manchmal handelt es sich dabei um die ersten Anzeichen einer akuten oder
noch verborgenen Infektion. Suchen Sie Ihren Hausarzt auf und geben Sie ihm alle Informationen
über Aufenthaltsort und -Zeitpunkt Ihrer Reise. Das erleichtert die Diagnose. Für jeden, der sich längere
Zeit in den Tropen aufgehalten hat, sollte eine ärztliche Kontrolle auf Tropenkrankheiten, vor allem auf
Wurmerkrankungen. selbstverständlich sein.
Gehen Sie bei folgenden Symptomen bitte zum Arzt:
| Anhaltender Durchfall oder auch wechselnder Stuhlgang in Form von Verstopfung und Durchfall. | |
| Ständige Müdigkeit, Leistungsminderung und Abgeschlagenheit. | |
| Anhaltendes "grippiges Gefühl" mit Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. | |
| Verfärbung von Stuhl und Urin: z. B. heller Stuhl, brauner Urin, blutiger, schleimiger Stuhl, blutiger Urin | |
| Unklare Stuhlbeimengung. | |
| Anhaltendes hohes Fieber mit fieberfreien Intervallen. | |
| Lymphdrüsen-Schwellungen. | |
| Hautveränderungen. z.B. Knötchen, schlechtheilende Wunden und Geschwüre, juckende Ausschläge. |
Jede Art von Verletzung; führt zu mehr oder minder starken Blutungen, die bei kleinen
Schnitt-, Stich-, Riß- oder Schürfwunden nach wenigen Minuten aufhören. Die Schmerzen sind stechend bis
brennend.
Kommt die Blutung jedoch nicht zum Stillstand, ist das Risiko einer Venen oder Arterienverletzung
gegeben. Im ersten Fall tritt dunkles Blut gleichmäßig. im anderen Fall helles Blut stoßweise ans der Wunde.
Hier empfiehlt es sich, einen Druckverband anzulesen oder bei starker Blutung abzubinden.
Ärztliche Hilfe ist auch notwendig, wenn sich im Wundbereich eine pochende, rote Schwellung zeigt und es zur
Absonderung von Eiter kommt (Infektion). Gelegentlich zeigt sich auf der Haut auch ein roter Streiten:
im Volksmund nennt man diese Erscheinung Blutvergiftung. Dabei handelt es sich um die Entzündung
oberflächlicher Lymphknoten. Auch in diesem Fall suchen Sie bitte einen Arzt auf. Bei leichten Blutungen reicht es aus,
eine "natürliche" Wundreinigung durch Ausbluten herbeizuführen. Ist die Wunde verschmutzt,
muß sie, notfalls mit Wasser oder dünnem Kamillentee, gereinigt werden. Einer drohenden Infektion kann
jedoch mit der Verwendung einer Desinfektionslösung begegnet werden.
Stumpfe Gewalteinwirkung durch Schlag, Sturz oder Tritt führt zu Prellungen, die gelegentlich mit
einem Bluterguß einhergehen. Bewegungen werden als schmerzhaft empfunden.
Die Schmerzen lassen nach, wenn sich der Bluterguß von Blau nach Grüngelb verfärbt (nach ca. 7 bis 10 Tagen).
Halten die starken Schmerzen jedoch nach dem Vorfall länger als 2 bis 3 Tage an. besteht der Verdacht auf
eine mögliche andere Verletzung, z.B. einen Bänderriß oder Bruch. In diesem Fall ist unbedingt ein Arzt
aufzusuchen.
Um ein Anschwellen der betroffenen Stelle zu vermeiden, ist es nötig, sie möglichst schnell zu kühlen.
Dies kann durch ein spezielles Spray, einen kalten Waschlappen oder zerstoßene Eiswürfel geschehen, die man
in eine Plastiktüte gibt. Gelegentliches Unterbrechen der Kühlung verhindert eine Hauterfrierung.
Verstauchungen entstehen durch eine Überdehnung oder Zerrung der Gelenkkapseln, der Bänder,
der Sehnen und Muskeln. z.B. als Folge eines umgeknickten Fußes. Es kommt zu einer Schwellung des
betroffenen Gelenks und häufig zu einem kleinen Bluterguß. Jede Bewegung ist mit heftigen, stechenden
Schmerzen verbunden.
Eine Zurückbildung der Schwellung und des Blutergusses erfolgt in der Regel innerhalb von 7 bis 10 Tagen.
Ist danach die Ausführung bestimmter Bewegungen gar nicht mehr möglich oder ist es zu einer Verformung des
Gelenkes gekommen, muß der Arzt hinzugezogen werden. Eine Verrenkung oder gar ein Bruch könnte die Ursache
sein.
Unabdingbar ist die Ruhigstellung des verstauchten Gelenks durch eine elastische Binde (ca. 1 Woche). Auch
im Fall einer Verstauchung ist die Kühlung von Nutzen.
Hautschädigungen an Nase, Fingern. Zehen und Ohren entstellen durch starke Kälteeinwirkung, bei
unzureichender Durchblutung auch schon bei geringer Kälte. Sie äußern sich in Gestalt schneeweißer,
gefühlloser Körperpartien oder an den Extremitäten als rotblaue, angeschwollene Knötchen, den sogenannten
Frostbeulen.
Je nach dem Grad der Schädigung vollzieht sich der Heilungsprozeß rasch. Frostbeulen machen sieh jedoch
auch noch nach einem längeren Zeitraum als juckende Stellen bemerkbar. Bei stärkeren Erfrierungen ist
ärztliche Versorgung notwendig.
Das beste Mittel gegen Hautschädigungen bestellt im Tragen geeigneter Schutzkleidung. Auch die Verwendung
spezieller Schutzcremes für das Gesicht wird empfohlen. Ist es zu Erfrierungen gekommen, hilft die Anregung
der örtlichen Durchblutung (z.B. durch leichte Massage).
Als Folge eines Insektenstiches kommt es zu einer schmerzhaften, rötlichen und stechenden Schwellung,
die im Mund- und Wangenbereich durch das Anschwellen der Schleimhäute zu lebensgefährlicher Atemnot
führen kann.
Unter normalen Bedingungen ist mit dem Abklingen der akuten Beschwerden innerhalb weniger
Stunden zu rechnen. Die Schwellung bildet sich in ca. 3 bis 5 Tagen zurück. Der Juckreiz ist allerdings
auch noch nach Tagen spürbar.
Um einem Insektenstich wirksam vorzubeugen, ist die Verwendung eines Insektenmittels anzuraten.
Die Sonne ist für das Wohlbefinden der Menschen von großer Bedeutung: Sie fördert die Vitalität und
seelische Ausgeglichenheit, beeinflußt positiv die Vitamin-D-Bildung und stärkt somit den Knochenbau.
Ein paar Minuten täglich reichen bereits vollkommen aus.
Zuviel Urlaubssonne kann jedoch auch negative Folgen haben. Die stete Abnahme der Ozonschicht und die
damit einhergehende vermehrte UV-Bestrahlung fördern das Sonnenbrandrisiko einschließlich aller gefährlichen
Nebenwirkungen: Rötungen, Schwellungen, Juckreiz, Blasenbildung. Frühzeitige Hautalterung und Hautkrebs
können die Folgen sein.
Damit Sie die Sonne unbeschwert genießen können, beachten Sie bitte folgendes:
| Die banalste aber wirksamste Regel gleich zu Anfang: Vermeiden Sie einfach jede Rötung der Haut. | |
| Eines der wirksamsten Sonnenschutzmittel haben Sie bereits zu Hause vorrätig: sonnendichte Kleidung, Hüte usw. Diesem textilen Sonnenschutz ist vor allem anderen Vorrang einzuräumen. | |
| Die von der Kleidung unbedeckten Körperstellen mit einem Sonnenschutzmittel schützen. | |
| Suchen Sie in den ersten Urlaubstagen möglichst den Schatten auf und beginnen Sie mit einem hohen und vor allem typgerechten Lichtschutzfaktor. | |
| Sonnencremes immer 30 Minuten vor dem Sonnenbad im Schatten gleichmäßig auftragen Erst dann können sie ihre Schutzfunktion voll entfalten Auch zum Nachcremen aus der Sonne gehen. | |
| Machen Sie es den Menschen Ihres Urlaubslandes nach. Meiden Sie die Mittagssonne, gönnen Sie auch Ihrer Haut eine Ruhepause. | |
| Beim Baden wasserfeste Sonnenschutzmittel verwenden | |
| Bei Anwendung von Medikamenten auf liehtsensibilisierende Nebenwirkungen achten. | |
| Auf Parfüms und Deodorants in der Sonne ganz verzichten. Sie können zu bleibenden Pigmentflecken führen. | |
| Wer sich mehrmals täglich mit Sonnenschutzmittel einreibt, kann deshalb nicht länger in der Sonne bräunen. Sonnenschutzmittel auch die mit hohem Lichtschutzfaktor, sind nur einmal wirksam, da der Schutz nach der angegebenen Zeit für den betreffenden Tag restlos abgelaufen ist. |
Gefahr Sonnenbrand
Für jeden einzelnen ist es sein wichtig seinen persönlichen Hauttyp zu wissen.
Darauf aufbauend sollte er das richtige Sonnenschutzmittel mit dem entsprechenden Schutzfaktor einsetzen.
Es werden heute bereits Schutzmittel mit dem Lichtschutzfaktor 50 hergestellt.
Ist es doch passiert, was mache ich dann? Behandeln Sie den Sonnenbrand wie eine Verbrennung ersten
Grades.
| Kühlen Sie die Haut mit kaltem Wasser. Legen Sie kalte Kompressen auf, ein nasses Handtuch lindert auch schon die Beschwerden. | |
| Tragen Sie eine After-Sun-Lotion auf. | |
| Meiden Sie für einige Zeit die Sonne. | |
| Tragen Sie Kleidung, die nicht auf der Haut scheuert. | |
| Sollten Sie einen so starken Sonnenbrand haben, daß sich Bläschen bilden, gehen Sie auf jeden Fall zu einem Arzt. Die Bläschen dürfen übrigens nicht von Ihnen aufgestochen werden. |
Sonnenallergie
Manche Menschen reagieren auf Sonne mit allergischen Hauterscheinungen. Diese sind meist nicht nur durch
die Sonne allein bedingt, sondern werden durch eine sogenannte Photosensibilisierung (Lichtsensibilisierung)
ausgelöst infolge vorausgegangener Verwendung z.B. von Kosmetika. Diese Erscheinungen zeigen sich
typischerweise in Hautbereichen wie Halsausschnitt, Nackenbereich, Oberarm.
Die Behandlung erfolgt durch Anwendung kühlender Salben, bei ausgeprägteren Erscheinungen mit Salben
gegen Überempfindlichkeit. In Tablettenform oder als Trinkampullen wird auch Kalzium eingenommen, das
die Gefäße abdichtet und solchen Erscheinungen vorbeugt. Bei Personen, die zu solchen Sonnenallergien neigen,
empfiehlt es sich, die Sonne so gut wie möglich zu meiden. Falls dies unvermeidlich ist, sollte man sich mit
speziellen Sonnenschutzcremes schützen.
Sonnenstich
Der Sonnenstich entsteht durch eine starke Sonneneinstrahlung auf den unbedeckten Kopf. Die Erscheinungen
sind typisch für eine Hirnhautreizung. Der Sonnenstich gellt einher mit Übelkeit, Erbrechen, Schwächegefühl,
Kopfschmerzen bis hin zur Bewußtlosigkeit. Er tritt vor allem an klaren Tagen auf. Begünstigend für die
Entstehung ist kühlender Wind, der das Hitzegefühl verschwinden läßt. Betroffen sind ganz besonders blonde
Personen und Kinder.
Zur Vorbeugung sollte eine Kopfbedeckung getragen werden. Entstehen entsprechende Symptome, so muß der
Betroffene möglichst rasch aus der Sonne. Der Kopf sollte mit feuchten Tüchern oder auch Eis gekühlt werden.
Bei Bewußtlosigkeit ist ärztliche Hilfe auf jeden Fall notwendig.
Hitzekollaps und Hitzschlag
Im Gegensatz zum Sonnenstich steht beim Hitzekollaps und Hitzschlag die Überhitzung des Körpers im
Vordergrund. Beim Hitzekollaps führt die Überhitzung der Haut zu einem Kreislaufzusammenbruch.
Durch die Hauterwärmung wird dem Körper soviel Blut entzogen, daß die Durchblutung des Gehirns nicht mehr
gewährleistet wird. Dadurch kommt es zur Ohnmacht. Oft entstehen solche Zustände beim Stehen in der Hitze
oder bei körperlicher Belastung in warmer Umgebung. Kommt es zum Zusammenbruch und der Betroffene fällt
zu Boden, fließt - aufgrund der waagerechten Position - wieder vermehrt Blut zum Herzen zurück.
Die Hirndurchblutung steigt. Es handelt sich somit im Regelfall um verhältnismäßig harmlose Zustände.
Als erste Hilfsmaßnahme sollten die Beine angehoben werden, um dem Herzen und damit auch dem Gehirn wieder
vermehrt Blut anzubieten. Beengende Kleidung sollte gelöst, die Haut durch kalte Umschläge gekühlt werden.
Im Gegensatz zum Hitzekollaps handelt es sich beim Hitzschlag immer um eine lebensbedrohliche Situation.
Durch die Überhitzung kommt es zu einem Anstieg der Körpertemperatur. Erreicht diese 41 bis 42°C, besteht
Lebensgefahr. Hierzu kommt es besonders dann, wenn schlecht Wärme abgegeben werden kann. Da die Wärmeabgabe
durch den Schweiß erfolgt, ereignet sich ein Hitzschlag vor allem dann, wenn körperliche Belastungen in
warmer Umgebung bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit ausgeführt werden, also bei schwül-warmer Witterung.
Die Symptome bestehen in zunehmender Benommenheit, Desorientierung, schwankendem Gang. Die Haut ist zunächst
heiß und feucht, schließlich versagt die Fähigkeit zum Schwitzen, die Haut wird grau und kalt. Es kommt zum
Zusammenbruch.
In solchen Fällen sollte der Betroffene sofort in eine kühle Umgebung gebracht werden. Die Kleidung ist
zu lockern, die Haut ist durch kalte Umschläge zu kühlen. Da dem Körper durch die Überhitzung viel
Flüssigkeit verloren gegangen ist, sollte diese durch Getränke (z.B. Tee oder mineralhaltige Getränke wie
Frucht- und Gemüsesäfte, Bouillon etc.) ersetzt werden. Reines Wasser könnte das Gehirn überwässern und
gefährlich werden. Bei Bewußtlosigkeit sind Infusionen erforderlich. Rufen Sie sofort einen Arzt oder
bringen Sie den Hitzegeschädigten in das nächstliegende Krankenhaus.
Zur Vermeidung eines finanziellen Risikos unser Rat für alle! Sichern Sie sich durch eine private Auslandskrankenversicherung ab. Sie wird preiswert von Automobilclubs, Reiseveranstaltern und privaten Versicherungsunternehmen angeboten. Dies ist allein deshalb wichtig, weil ein im Ausland erkrankter Urlauber nach geltendem Recht nicht auf Kosten der deutschen Krankenkasse oder mit deren finanzieller Beteiligung zurückgeholt werden darf. Über die Leistungen informieren Sie sich bitte gezielt bei den Anbietern.
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